Modell der Kooperationsräume – Altach ist dabei

In der Gemeindevertretungssitzung am Dienstag, den 23. Jänner 2018 wurde dem in der Rheintalkonferenz vom 24.10.2017 beschlossenen Modell der Kooperationsräume als Nachfolge von Vision Rheintal zugestimmt. Altach bekennt sich somit als erste Gemeinde des Landes zum Modell der Kooperationsräume und tritt in Gespräche mit den anderen Gemeinden der Region über die weitere Vorgangsweise zur Umsetzung des Beschlusses ein.
Modell der Kooperationsräume – Altach ist dabei

Das Modell der Kooperationsräume als Nachfolge zu Vision Rheintal gestaltet die Inhalte und die Organisation der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Raumplanung (und darüber hinaus) neu. Es wurde in einem zweijährigen Prozess von Land und Rheintalgemeinden gemeinsam erarbeitet und in der Rheintalkonferenz am 24.10.2017 bzw. in der Folge von der Vorarlberger Landesregierung am 21.11.2017 beschlossen.

Organisatorisch wird der vielfältigen Gemeindestruktur im Rheintal Rechnung getragen, indem sich die Gemeinden auf regionaler Ebene in kleineren, homogenen Einheiten zu Kooperationsräumen zusammenschließen. Das können informelle Planungsregionen oder institutionalisierte Regios sein, in denen die Planung bedarfsorientiert und treffgenau erfolgt. Der in der Rheintalkonferenz präsentierte Vorschlag sieht vorerst fünf Kooperationsräume vor, die Gemeinden können sich aber auch in anderen passenden räumlichen Konstellationen zusammenfinden.

Grundlage der Zusammenarbeit im jeweiligen Kooperationsraum ist ein regionales räumliches Entwicklungskonzept (regREK), in dem die kooperierenden Gemeinden ihre Ziele zur angestrebten räumlichen Entwicklung auf regionaler Ebene festlegen. 

Die Eckpunkte des Modells im Überblick

  • Kleinere, homogenere Kooperationsräume als Planungseinheiten
  • Regionale räumliche Entwicklungskonzepte (regREK) als verbindliche Grundlage regionaler Planungen
  • Regionale REK-Managements („Kümmerer“) als Motoren in den Kooperationsräumen
  • Aktive Rolle des Landes in steuernder und koordinierender Funktion für die Kooperationsräume
  • Einrichtung einer zentralen Koordinationsstelle im Land bei der Abteilung Raumplanung und Baurecht, dadurch besserer Service für die Regionen
  • In den Kooperationsräumen: Optionale Service-Stellen zur Unterstützung kleinerer Gemeinden in Belangen der Raumplanung
  • Fachliche und politische Gremien: regREK Team (fachlich); Steuerungsgremium Kooperationsräume Rheintal und Rheintalkonferenz als politische Gremien.

Neben der organisatorischen Struktur wurden im Neuausrichtungsprozess von Vision Rheintal auch inhaltliche Schwerpunkte erörtert. Zukünftige Arbeitsschwerpunkte in der gemeindeübergreifenden Raumplanung bilden die nachstehenden Zukunftsthemen, die federführend vonseiten des Landes Vorarlberg – in enger Abstimmung mit den Kooperationsräumen – bearbeitet werden. Dazu zählen: Ein regionales räumliches Entwicklungskonzept als Antwort auf die urbanen Strukturen im Rheintal, die Baulandmobilisierung und Einrichtung eines Bodenfonds, leistbares Wohnen und Gemeinnütziger Wohnbau, Ausgleichsmechanismen zwischen den Gemeinden z.B. für interkommunale Betriebsgebiete oder bei Großansiedlungen sowie die Bewusstseinsbildung für Raumplanungsthemen, in der Bevölkerung und speziell für die Mitglieder der Gemeindevertretungen und Planungsausschüsse.

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