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Baggerweiher im Sauwinkel wird Naturjuwel

Renaturierungsmaßnahmen werden derzeit beim Baggersee im Sauwinkel durchgeführt. Ziel ist es, aus der bis in die Mitte der 80er-Jahre genutzten Mülldeponie ein Naturjuwel entstehen zu lassen. Das Gebiet wurde nach Schließung des Schuttplatzes weitgehend sich selbst überlassen, sodass sich der Weiher zu einem sehr naturnahen Lebensraum entwickelte.
Baggerweiher im Sauwinkel wird Naturjuwel

Im Jahr 2006 wurde der Baggerweiher ins Biotopinventar aufgenommen. Der naturnahe Lebensraum, die Lage im Nahfeld des Alten Rheins, der auenartige Waldbestand und die recht ausgedehnten Schwimmblattbestände werden positiv hervorgehoben. Das Biotopinventar bezeichnet den Baggerweiher zudem als hervorragend geeigneten Amphibienstandort. Bei einer Begehung 2010 konnten Grünfrösche, Erdkröten und Grasfrösche nachgewiesen werden. Im selben Jahr wurde vom Büro für Räumliche Entwicklung und Natur in Schaan sowie dem Ökologie-Institut in Bregenz ein Nutzungskonzept erstellt. Hinkünftig sollen der Weiher und seine Umgebung zur Naturzelle werden, was  jegliche andersweitige Nutzung, also auch jene der Fischerei, ausschließt.

Lediglich als gegeben angenommen wird der Jungvolkstand durch den Bienenzuchtverein Altach auf der ehemaligen Deponie im Nordwestteil.

Aus Natursteinen entsteht derzeit eine so genannte „Eisvogelwand“, die dem Eisvogel und auch anderen Vögeln zum Brüten dienen soll. Der Weiher wird hinkünftig eingezäunt, Einsicht in das Biotop gewährt dann eine Aussichtsplattform, bei der mit Informationstafeln auf die Naturwerte aufmerksam gemacht wird. In den kommenden zwei bis drei Jahren wird zudem der untypische Fichtenbestand durch standorttypischen Laubwaldarten wie Erlen, Weiden und Bergahorn ersetzt werden.

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