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Gemeinsam für die Region: ASZ-Siegerprojekt steht fest
Mit dem neuen Altstoffsammelzentrum Mittleres Rheintal schaffen Götzis, Altach, Mäder, Koblach und die Stadt Hohenems gemeinsam eine moderne und nachhaltige Infrastruktur für die Abfallwirtschaft. Nun ist ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht: Der Architekturwettbewerb für das neue ASZ ist entschieden.
Die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg hat in der Region eine lange Tradition. Auch beim neuen Altstoffsammelzentrum setzen die beteiligten Gemeinden bewusst auf eine gemeinsame Lösung. Götzis, Altach, Mäder, Koblach und Hohenems haben dafür den Gemeindeverband „Altstoffsammelzentrum Mittleres Rheintal“ gegründet.
Durch die Bündelung von Ressourcen und Know-how entsteht eine zeitgemäße Infrastruktur, von der die Bürgerinnen und Bürger der beteiligten Gemeinden profitieren. Gleichzeitig können Investitionen, Betrieb und Verwaltung gemeinsam organisiert und Synergien genutzt werden.
Altstoffsammelzentrum im Götzner Kobel
Errichtet wird das neue Altstoffsammelzentrum Mittleres Rheintal im Bereich Kobel auf Götzner Gemeindegebiet. Die Agrargemeinschaft Götzis stellt dem Gemeindeverband dafür ein Grundstück im Baurecht zur Verfügung.
Das künftige ASZ wird eine zentrale Anlaufstelle für die fachgerechte Abgabe und Sammlung unterschiedlichster Alt- und Wertstoffe. Dazu zählen unter anderem Sperrmüll, Problemstoffe, sperrige Abfälle, Bauschutt und Elektroaltgeräte. Zudem wird eine Grünmüllannahmestelle in das ASZ integriert.
„Gemeinsam errichten unsere fünf Gemeinden diese moderne Anlage. Unser zentrales Ziel ist es, die Abfallwirtschaft für die Bevölkerung nicht nur komfortabel und gut erreichbar zu machen, sondern sie gleichzeitig effizient, wirtschaftlich und nachhaltig für die Zukunft aufzustellen“, erklärt Standortbürgermeister und Verbandsobmann Manfred Böhmwalder.
Architekturwettbewerb entschieden
Mit dem Abschluss des Architekturwettbewerbs wurde nun ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Umsetzung gesetzt. Acht Architekturbüros beziehungsweise Arbeitsgemeinschaften waren eingeladen, ihre Ideen für das neue Altstoffsammelzentrum zu entwickeln. Als Sieger ging der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Beate Nadler-Kopf und Zaffignani Architektur hervor.
Das Projekt überzeugte insbesondere durch seine klare Verkehrsführung, die funktionale Organisation und einen markanten, gleichzeitig aber zurückhaltenden Baukörper.
Ein Einbahnsystem mit Durchfahrts- und Haltespuren soll künftig für übersichtliche und möglichst reibungslose Abläufe sorgen. Zentrales Element ist eine überdachte Sammelrampe mit Containerstellplätzen. Durch die erhöhte Position können die entsprechenden Wertstoffe bequem von oben in die Container eingebracht werden.
Die verschiedenen Nutzungsbereiche werden klar voneinander getrennt. Der Grünmüll-Abgabeplatz erhält einen eigenen Bereich, wodurch sich die unterschiedlichen Verkehrs- und Betriebsabläufe möglichst wenig überschneiden.
Nachhaltigkeit auch beim Gebäude
Der Anspruch an Nachhaltigkeit zeigt sich auch in der Architektur. Vorgesehen ist eine weit gespannte Holzdachkonstruktion, die Tageslicht ins Gebäude bringt. Bei der Materialwahl stehen langlebige, recyclingfähige und nachwachsende Baustoffe im Mittelpunkt.
Zur Beheizung des Bürgerbüros und der Sozialräume wird eine Luft-Wasser-Wärmepumpe eingesetzt werden. Die Regenwässer werden direkt auf dem Grundstück in natürlichen Mulden versickert.
Fertigstellung im Herbst 2028
Der weitere Zeitplan sieht vor, dass bis Jahresende die Detailplanung erfolgt und die Pläne eingereicht werden können. Mit dem Bau soll im Sommer 2027 begonnen werden. Die Eröffnung ist für Herbst 2028 angedacht.
