Home » Neuigkeiten » Budget 2026: Gemeinsam durch herausfordernde Zeiten

Budget 2026: Gemeinsam durch herausfordernde Zeiten

Die Gemeindevertretung Altach hat am 16. Dezember 2025 den Voranschlag für das Jahr 2026 mit großer Mehrheit (eine Gegenstimme) beschlossen. Mit Auszahlungen von 23,9 Mio. € und Einzahlungen von 23,9 Mio. € steht die Gemeinde vor einer der herausforderndsten finanziellen Situationen der letzten Jahre. 

Budget 2026

Bürgermeister Markus Giesinger betont: „Die Rahmenbedingungen sind aktuell so schwierig wie noch nie. Förderungen von Land und Bund – auch für den laufenden Betrieb wie z. B. die Instandhaltung von Gewässern – werden gekürzt oder verzögert ausgezahlt. Gleichzeitig steigen Pflichtausgaben wie Beiträge zum Spitalsfonds, Sozialfonds und die Landesumlage – welche sich mit insgesamt knapp 4,9 Mio. Euro im Budget niederschlagen – weiter an“, betont Bürgermeister Markus Giesinger.

Notwendige Reformen und Anpassungen

Neben weiteren Einsparungen im laufenden Betrieb brauche es aber auch strukturelle Reformen in der Verteilung der finanziellen Mittel und der Aufgaben zwischen Bund, Land und Gemeinden. „Die Aufgaben der Gemeinden sind in den letzten Jahren stetig gewachsen – zudem auch die Auflagen und Standards, die zu erfüllen sind. Die Zuteilung der Mittel ist allerdings nicht im selben Ausmaß gestiegen. Gepaart mit den allgemeinen Kostensteigerungen im Bereich Personal und Betriebskosten sowie den stagnierenden Einnahmen, stellt dies die Gemeinde Altach, wie auch viele andere Kommunen vor eine aktuell fast unlösbare Aufgabe“, hebt Giesinger hervor. Neben einer Überprüfung der Pflichtausgaben für Gemeinden und Land (Spitalsfonds, Sozialfonds) müsse auch eine Klärung der Aufgabenverteilung zwischen den Ebenen erfolgen.

Gemeinsamer Prozess und Dank

Der Bürgermeister bedankt sich bei allen, die an der Erarbeitung des Budgets in einem intensiven, gemeinsamen Prozess mitgearbeitet haben und dieses auch mittragen. „Mein Dank gilt allen, die sich aktiv eingebracht und konstruktiv an Lösungen mitgearbeitet haben“, so Giesinger. Alle Fraktionen waren in den gemeinsamen Sitzungen des Finanzausschusses, des Gemeindevorstandes und der Ausschussobleute in den Prozess der Budgeterstellung eingebunden.

Weniger Spielraum durch große Investitionen

In den vergangenen Jahren hat Altach wichtige Infrastrukturprojekte umgesetzt – von der Erweiterung der Kinderbetreuung, über das betreute Wohnen im Ortszentrum, Startwohnungen für junge Altacher:innen oder den neuen Bahnhof. „Diese Investitionen waren notwendig und wurden gemeinsam getragen, schränken aber den aktuellen finanziellen Spielraum ein“, so Giesinger. „Wir müssen uns nun Luft verschaffen. Allein durch Einsparungen wird das nicht gelingen – hier sind wir bereits am Limit“, erklärt der Bürgermeister. Es werde aber im kommenden Jahr einen Konsolidierungsprozess mit einer externen Begleitung geben.

Im kommenden Jahr investiert die Gemeinde Altach rund 1,3 Mio. Euro in die Errichtung neuer Rasenplätze im Schnabelholz. Weitere Projekte umfassen den Kreuzungsumbau bzw. die Errichtung einer Lärmschutzwand im Bereich L56/L57 (340.000 Euro), Instandhaltungsmaßnahmen des Ortskanalnetzes basierend auf aktuellen Zustandsanalysen (290.000 Euro) und auch die Instandhaltung von Gemeindestraßen (180.000 Euro).

Auf der Einzahlungsseite rechnet die Gemeinde mit 9,52 Millionen Euro aus Ertragsanteilen und strukturstärkenden Bedarfszuweisungen (Vorjahr: 8,89 Millionen Euro). Hinzu kommen rund 2,27 Millionen Euro aus Gemeindesteuern (Vorjahr: 2,2 Millionen Euro). Zur Finanzierung des Budgets ist die Aufnahme von Darlehen in Höhe von 3,07 Millionen Euro geplant. Der Schuldenstand beträgt per Ende 2026 29.53 Millionen Euro.

Trotz aller Herausforderungen bleibt die Gemeinde handlungsfähig und setzt auf eine verantwortungsvolle Finanzpolitik, um Altach zukunftsfähig zu gestalten.